Kleeblatt Medien, Augsburg — entstanden während meines Praktikums. Alle Rechte am Projekt liegen beim Unternehmen.
Der Kramer Tunnel ist Teil der Ostumgehung von Garmisch-Partenkirchen und der längste Tunnel Bayerns. Während meines Praktikums bei Kleeblatt Medien habe ich den aktuellen Bauzustand als begehbare Echtzeit-Umgebung in Unreal Engine aufgebaut — eine Welt, in der man direkt mit allen Objekten interagieren und das Projekt aus jeder Perspektive erleben kann. Dieses Projekt entstand im Auftrag des Unternehmens; die Rechte daran liegen bei Kleeblatt Medien.
Aufgabe der Abteilung Medienproduktion war es, den aktuellen Stand und den Bauprozess des Projekts als 3D-Aufnahme und Animation darzustellen. Meine erste Aufgabe: den Kramer Tunnel in Unreal Engine zu importieren und daraus eine Umgebung zu schaffen, in der das Team direkt mit allen Objekten arbeiten und kommunizieren kann — ein lebendiges 3D-Modell statt statischer Bilder.
Die 3D-Meshes wurden in Blender gebaut und texturiert, als FBX mit Material exportiert und in Unreal Engine importiert. Sehr große Meshes mussten in kleinere Teile geschnitten werden. In Unreal entstanden anschließend die Collisions — Simple Collision für einfache Formen, Complex Collision als Dreiecksnetz um komplexe Objekte —, damit sich Kamera und Charaktere realistisch durch die Szene bewegen können.
Um die Umgebung lebendig wirken zu lassen, kamen kostenlose Assets vom Epic-Games-Marktplatz zum Einsatz — etwa Bäume in Low- und High-Poly-Varianten, die sich nahezu beliebig oft duplizieren lassen, ohne die Performance zu gefährden. So entstand rund um den Tunnel eine glaubwürdige Berglandschaft mit Straßen, Vegetation und Gelände.
Die Szene ist vollständig interaktiv. Eine Drohnen-Kamera fliegt frei in alle Richtungen, dreht, steigt und sinkt, mit per Konsole steuerbarer Geschwindigkeit. Ein Third-Person-Charakter kann zu Fuß durch die Umgebung laufen, und ein Umschalter wechselt zwischen Tag und Nacht — bis hin zu cineastischen Kamerafahrten und 360-Grad-Panoramabildern.
Der Demo-Durchlauf zeigt die Echtzeit-Umgebung in Aktion: die Anfahrt zum Tunnelportal, die umgebende Landschaft und die flüssige Kamerabewegung — alles live in Unreal Engine gerendert, nicht vorberechnet.
Das Ergebnis ist eine interaktive Echtzeit-Visualisierung, die ein reales Infrastrukturprojekt erlebbar macht, bevor es fertig ist — ein wertvolles Werkzeug für Kommunikation und Präsentation. Entstanden während meines Praktikums bei Kleeblatt Medien; alle Rechte am Projekt liegen beim Unternehmen.